Förderverein St.-Brigida e.V.

Der gemeinnützige Förderverein Kapelle St. Brigida in Ungedanken e.V. gründete sich im November 2002.

Er verfolgt das Ziel die Sanierung und Renovierung der so genannten Bürabergkapelle zu unterstützen.


1. Vorsitzender:   Dr. Peter Trosse, Galbächer Warte 17, 34560 Fritzlar  -  Tel. 0 56 22 / 10 82


Spendenkonten :   VR-Bank-Schwalm-Eder:            BLZ 520 626 01  Kto.-Nr. 6027 270
                               Kreissparkasse Schwalm-Ede:  BLZ 520 521 54  Kto.-Nr. 1117 003 366
 
St. Brigida
Der Büraberg -
Die fränkische Burg für Bonifatius

Vier Kilometer westlich von Fritzlar, hart am rechten Ederufer, erhebt sich der Büraberg. Nichts deutet für einen Fremden daraufhin, dass dieser Berg eine bedeutende Vergangenheit hat. Erreicht man über die Fahrstraße von Ungedanken aus den Gipfel des Berges, so sieht man zuerst den Friedhof und die kleine Bergkapelle.

 
Auf die geschichtliche Bedeutung dieses Platzes wird durch Schautafeln hingewiesen. Wenn der Besucher die ersten Mauerreste entdeckt, wird er vielleicht neugierig. Bei seinen Nachforschungen im Gelände und in der Literatur kann er folgendes erfahren: Die Kirche ist der Heiligen Brigida, der Patronin Irlands, geweiht. Bekannt wurde der Büraberg durch den Heiligen Bonifatius, der von hier aus die Neuorganisation des Christentums in Deutschland begann.


Er hatte militärischen Schutz durch das Fränkische Reich gegen die heidnischen Sachsen, die versuchten, dieses umstrittene Grenzgebiet zu erobern. Unter diesen Bedingungen konnte er das Heiligtum der heidnischen Hessi, die Donareiche, im Jahre 723 fällen und aus dem Holz des Baumes eine kleine Kirche in Fritzlar bauen. Er fand auf dem Büraberg bereits eine Kapelle vor, die inmitten einer Burganlage - der Büraburg - lag. Die Grundmauern dieser Kapelle werden der Karolingerzeit zugeordnet.


Der Kirche angeschlossen war eine Klosteranlage mit Kreuzgang und Konventsbauten. Da die Büraburg später Bischofssitz wurde, wird sie als eine der ältesten Kathedralkirchen Deutschlands bezeichnet. Die Brigidenkirche steht am höchsten Punkt des Büraberges und damit beherrschend im Zentrum der Burganlage. 742 wurde von Bonifatius das Hessenbistum eingerichtet, aber nach dem Tode des ersten und einzigsten Bischofs Witta wenige Jahre später wieder aufgelöst, lebte aber als Chorbistum in der St.-Peterskirche in Fritzlar weiter.


Die Kirche wurde mehrmals umgebaut, im Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört, aber 1692 wieder in Stand gesetzt und entspricht heute im Wesentlichen dem damaligen Zustand. Die Jahreszahl steht in der Bemalung des Triumphbogens. Diese kostbare Bemalung einschließlich der Inschrift wird durch die augenblicklichen Retaurationsarbeiten wieder freigelegt. Bis 1527 bestand das Großkirchspiel Büraberg mit Filialkirchen in Ungedanken, Rothhelmshausen, + Holzheim, Mandern, Wega, Braunau und Wenzigerode.


In diesem Zusammenhang taucht auch der Begriff Wallfahrtskirche auf. Auf den freigelegten Taufbrunnen, ursprünglich eine Zisterne, und den Kellerraum sei besonders hingewiesen. Durch archäologische Ausgrabungen auf dem Friedhof um die Kirche ist nachgewiesen, dass er schon in der Karolingerzeit genutzt wurde. Er dient auch heute noch als Begräbnisstätte.


Die eigentliche Burganlage war stark durch Mauern und Tore befestigt und umschloss ein Gebiet von etwa acht Hektar. Sie ist in mehreren Bauperioden immer wieder verstärkt worden und hatte eine Mauerbreite von bis zu 2,70 Metern. Von den Toren aus konnten die Verbindungen nach Fritzlar, Mittelhessen und nach Norddeutschland und zum Mittelrhein überblickt werden. Die Sicht war damals frei und der Berg war kahl.


Als 774 die Sachsen einfielen, rettete sich die Bevölkerung in die Büraburg, die auch nicht eingenommen worden ist. Dann verfiel die Befestigung und die Bewohner wanderten ab. Der Büraberg war aber noch bis 1340 vereinzelt besiedelt. Erwähnenswert ist noch der Kreuzweg mit seine vierzehn Stationshäuschen, die 1882 errrichtet wurden. Fritzlarer Bürger stifteten 1947 aus Dankbarkeit, das sie den Krieg überlebt hatten, das Heimkehrerkreuz. Nicht vergessen darf man die traditionsreiche Bürabergsprozession, die seit 1773 jährlich am 5. Sonntag nach Ostern stattfindet. Der heutige Besucher hat einen wunderschönen Blick über Fritzlar, Geismar, Gudensberg, Scharfensteine und die Waberner Ebene bis zum Heiligenberg.
 

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